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Bericht über meinen Aufenthalt im Dezember 2006 und Januar 2007

Am 23. Dezember, zu sehr später Stunde, kam ich in Siem Reap an und fuhr am nächsten Tag mit einem Mitglied von Zukunft für Kinder der Welt e. V. und dem Vorsitzenden von Life and Hope Association, dem Mönch Somnieng, ins Kinderdorf nach Peak Sneng. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen, was uns wohl dort erwartete.

Die Überraschung ist gelungen: Das Kinderdorf ist sehr schön geworden. Vor jedem Haus ist ein Blumenbeet angelegt, um den Spielplatz wurden eine Wiese und ebenfalls Blumenbeete gepflanzt. Das Haupthaus war zu 98 % fertiggestellt, der Tempel ist schon länger fertig. Die Kinder halten sich oft im Tempel auf, es ist kühl und schattig dort und ein Ort voller Energie. Die Kleinen spielen da gern und die Größeren üben ihre Tänze. Zwei Sets traditioneller Musikinstrumente sind angeschafft und inzwischen gibt es auch einen Musiklehrer. Dieser Lehrer unterrichtet auch traditionellen Tanz und seit Februar erhalten die Kinder den Unterricht direkt im Kinderdorf.

Der Gemüseanbau ist in vollem Gange und sie können schon jeden Tag etwas ernten. Ein landwirtschaftlicher Gehilfe wurde im Februar eingestellt. Sam Ar, der bisher alles allein machte, kann unmöglich 1,5 ha bewirtschaften, denn es wurden noch 1,2 ha landwirtschaftliche Fläche dazugekauft. Im Januar wurden bereits 350 kg Gemüse geerntet. Wenn es so weitergeht, dann können sie sich bis Ende des Jahres voll mit eigenem Gemüse versorgen. Die Obstselbstversorgung benötigt noch einige Wachstumsphasen.

Das Kinderdorf an Life and Hope zu übergeben war eine sehr gute Entscheidung. Es läuft wirklich alles gut, ich bin erleichtert. Die Überprüfung der Buchhaltung und Verwendung der Spendengelder aus Deutschland ist positiv verlaufen. Die Gelder wurden korrekt eingesetzt und abgerechnet. Und das Wichtigste: Die Kinder fühlen sich sehr wohl, sehen gut aus und haben in der Schule beachtliche Fortschritte gemacht. Wir haben nun 30 Kinder: drei sind kurz vor meiner Ankunft eingezogen und sechs Kinder habe ich noch ins Kinderdorf gebracht. Diese Kinder kenne ich schon seit Jahren. Ihre familiäre Situation hat sich inzwischen so negativ verändert, dass wir dem Wunsch nachkamen, sie ins Kinderdorf zu nehmen. Die Kinder haben sich sofort perfekt integriert. Es freut mich, immer wieder zu sehen, wie herzlich neue Kinder von den "alten" Bewohnern aufgenommen werden.

Ich danke allen - auch im Namen der Kinder und Mitarbeiter in Kambodscha - für die sehr wertvolle stetige Unterstützung. Ohne diese Hilfe würden weit weniger Kinder das Glück haben, in dieser behüteten Gemeinschaft leben zu können.

Herzliche Grüße

Monika Proksch

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